09.12.11

1. Knällchenkönig ernannt

 

Die Auszeichnung ehrt Personen, die eng mit Bonn verbunden sind und sich für die Stadt einsetzen.


ib - Erstmals hat der Verein Altes Rathaus Bonn am Donnerstagabend, 8. Dezember, einen "Knällchen-König" Bonn gekürt. Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, nahm die Auszeichnung aus den Händen von Rudolf Müller, Vorsitzender des Vereins Altes Rathaus, und Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, entgegen. Die Verleihung fand im Rahmen eines Wohltätigkeitsessens statt, bei dem der Verein bereits einen fünfstelligen Betrag für das Alte Rathaus sammeln konnte.
Mit der Auszeichnung "Knällchen-König" möchte der Verein Altes Rathaus von nun an jedes Jahr eine Person ehren, die eng mit Bonn verbunden ist. "Getreu dem Sprichwort 'Lorbeer macht nicht satt, besser wer Kartoffeln hat', ist der Name des Preises an das typisch rheinische Kartoffelgericht 'Knällchen' angelehnt", erläuterte Rudolf Müller.
Die Laudatio hielt Bonns OB Nimptsch, Schirmherr des Vereins Altes Rathaus. "Nicht nur das Konjunkturprogramm, aus dessen Mitteln die Rathaussanierung in großen Teilen finanziert werden konnte, kommt aus dem Ministerium von Herrn Dr. Ramsauer. Sie, sehr geehrter Herr Minister, sind auch ein besonderer Freund Bonns, dem die Stadt wichtige und zukunftsweisende Projekte verdankt", sagte der OB. Damit bezog er sich auf den UN Campus, der mit Unterstützung des Ministeriums realisiert worden ist. "Der Sonderrolle Bonns haben Sie auch durch die Renovierung hier ansässiger Ministerien Rechnung getragen. Das macht deutlich: Bonn ist für Sie kein Dienstsitz zweiter Klasse", so Nimptsch weiter.
Neben der Urkundenübergabe an den ersten Bonner "Knällchen-König" ist an diesem Abend eine historische Urkunde anlässlich der Grundsteinlegung des Alten Rathauses vor 275 Jahren unterzeichnet worden. Sie enthält das Versprechen, das Alte Rathaus "fortwährend und immerdar in Glanz erstrahlen zu lassen". Zu diesem Zweck sagt die Stadt in der Urkunde zu, jeden Euro an gesammelten Spenden des Vereins Altes Rathaus durch einen Euro aus öffentlicher Hand zu verdoppeln. Dabei ist von städtischer Seite eine Höchstgrenze von 50.000 Euro pro Jahr festgesetzt.
Der Verein hat seit seiner Gründung im Herbst 2009 Spenden zur Renovierung des Alten Rathauses beigesteuert, mit deren Hilfe eine Beleuchtung des Hauses in der Abenddämmerung, das Wappen samt vergoldeter Krone und die Reparatur der Rathausuhr finanziert werden konnte. Auch für die Anschaffung besonderer Leuchten für die Repräsentationsräume und Flure sowie die Restaurierung der alten Gemälde und der Gobelins reichte das Geld. Außerdem ist das Treppengeländer am Markt auf Kosten des Vereins angestrichen worden. Für 2012 hat der Verein zugesagt, unter anderem für die Installierung des Adventskalenders an der Fassade des Rathauses zu sorgen.