Historie

 

Das „Alte Rathaus" am Bonner Marktplatz wurde 1737 bis 1738 vom kurfürstlichen Hofbaumeister Michel Leveilly erbaut. Vollständig fertiggestellt wurde es allerdings erst um 1780. Das Gebäude ist dreistöckig und hat sieben Fensterachsen sowie ein Mansarddach mit Gauben. 1944 wurde das „Alte Rathaus" schwer beschädigt und bis 1950 wieder aufgebaut.

 

Nachdem Bonn 1949 Bundeshauptstadt geworden war, wurde das Rathaus Stätte historischer Ansprachen und Staatsbesuche. Schon am 12. September 1949 trat Theodor Heuss dort vor die Bonner, um seine gerade gewonnene Bundespräsidentenwahl zu feiern. 1962 hielten der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und 1963 US-Präsident John F. Kennedy Begrüßungsansprachen. Auch Königin Elisabeth II. und Michail Gorbatschow wurden im „Alten Rathaus" empfangen und haben sich dort in das Goldene Buch der Stadt eingetragen.

 

1978 verlor das Gebäude seine Funktion als Sitz der städtischen Verwaltung, da die Kapazität nach den 1969 vollzogenen Eingemeindungen nicht mehr ausreichte. In der Nordstadt wurde ein neues Stadthaus gebaut. Das „Alte Rathaus" dient bis heute dem Oberbürgermeister als Dienst- und Repräsentationssitz.